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„Watt ’n Spaß!“ Das 500 Watt-Skatey

 

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Testbericht „Skatey – The original“/ E-Longboard  500 Watt

Bildschirmfoto 2015 05 12 um 10.30.00Das von Eskates gelieferte E-Longboard kommt kompakt verpackt mit wenig Füllmaterial beim Endkunden. Aufmachen, auspacken, Fernbedienung mit dem Board koppeln und es kann losgehen!

Das Longboard ist solide verarbeitet, die Achsen sowie die Rollen wirken solide und wertig. Der flache Lithium-Ionen-Akku ist testsunter dem Board kaum sichtbar, der Antrieb sitzt passgenau und kompakt an der Hinterachse.

Der Übertragungsweg für den Antrieb (kurzer Zahnkeilriemen) ist aufgrund der kompakten Bauweise des gesamten Motors äußerst gering und daher von Vorteil für die Kraftübertragung und schnelle Ansprechbarkeit  auf die Impulse der Fernsteuerung. Der Motor sowie der Rahmen und die Abdeckung für den Zahnriemen sind solide und ohne irgendwelchen unnötigen Schnickschnack verbaut. Kompakt, wertig und platzsparend.

Einzig der Abstand zwischen hinterer linker Rolle (Antriebsrolle) und dem Schutzkasten für den Antriebsriemen dürfte etwas größer sein. Fährt man mit der Rolle auf glatter, idealer Fahrbahn und gleichzeitig mit der linken Seite oder Mitte des Boards über eine kleine Erhöhung, dann kann es schon mal sein, dass der Antriebskasten einen Kratzer abbekommt.

 

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Bildschirmfoto 2015 05 12 um 08.43.54Das Deck ist vom Design her eher unaufgeregt gestaltet: Dominant ist der helle Holzton, verziert mit dem schwarzen „Skatey“-Schriftzug und der Erläuterung „The original“.  Etwas farbenfroher wirken dann doch wenigstens die roten Rollen an silbernen Achsen, die dem Skatey ein wenig Pepp verleihen. Anregung für den Skatey-Designer: Weniger ist manchmal mehr, manchmal ist aber auch ein wenig mehr Design und Farbe von Vorteil.

Das Deck ist ein klassisches Holzdeck (über die Qualität des Decks kann momentan noch nichts gesagt werden; das wird der Dauertest zeigen) mit in den Lack integriertem Grip-Steinchen. Rutschgefaht besteht auf dem Board also nicht.  Das Deck ist leicht nach oben gecarved und verschafft den Gewichts-/Steuerimpulse somit eine gute Unterstützung vom Board her.  

Die Rollen laufen rund und lang anhaltend, eine regelmäßige Pflege ist – wie bei allen Boards – unbedingt zu empfehlen. Die Breite der Rollen ist für ausgiebiges Cruisen aber auch für Slalomfahrten genau passend gewählt und ermöglicht sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen ein perfektes Fahrgefühl. Getestet wurde das Board auch auf feinsteinigen Wegen, auf festen, frisch gemähten Wiesen und auf Wegen, die mit Gartenlaub etc. übersät waren. Alle Untergründe wurden vom Skatey meisterlich bewältigt.

 

Bildschirmfoto 2015 05 12 um 10.29.34Besonderen Spaß hat man mit dem Skatey natürlich auf gut, sehr feinporig geteerten Straßen! Ein wahres Vergnügen, was Geradeausfahrten, Slalomeinlagen, Beschleunigungs- und Bremsmanöver angeht! Das Skatey lässt sich auch gerne – von Longboardern, die es können ;) – einen Indigrab gefallen, um enge Kurven und Kreise zu ziehen. Über die Mutter an der Vorder- und Hinterachse lässt sich der Flex des Boards je nach Körpergewicht des Fahrers/ der Fahrerin einfach justieren.

Leichte Fahrer müssen darauf achten, dass sie beim Anfahren vorsichtig ins Rollen kommen, denn in dem 500 Watt-Antrieb steckt eine Energie, die bei einem Vollgasstart kaum zu bändigen ist. Selbst bei Schwergewichten auf dem Board ist die Beschleunigung noch enorm!

Das 500 Watt-Skatey ist auch für schwerere Personen geeignet. Die 80 oder 90 Kilogramm sollte man jedoch nicht unüberlegt um viele Kilo überschreiten.

Die komplette Leistung des Akkus konnte leider (noch) nicht getestet werden. Eine 90 Kilo-Person ist damit jedoch unter ziemlicher Auslastung der Geschwindigkeit, die wirklich enorm ist, und so bei ca. 30 km/h liegen wird, über eine Dreiviertelstunde gefahren (!!!). Weitere Infos folgen. Geladen wird der Akku per mitgeliefertem Ladegerät: Stecker in die Steckdose, Klinkenstecker onboard in den Akku, warten, bis das grüne Lämpchen leuchtet und weiter geht es. Auch Informationen zur Ladezeit folgen, da bisher vergessen wurde, auf die Uhr zu schauen ... (geht aber flott).

Bildschirmfoto 2015 05 12 um 10.31.07Die pistolenartige Fernbedienung wird über ein mitgeliefertes USB-Kabel geladen. Sie verfügt über einen „Code“-Knopf, der auch das Rückwärtsfahren ermöglicht (wobei an dieser Stelle gefragt werden darf, welcher Longboard-Fan sich eine gepflegte Kurvenfahrt zur Richtungsänderung nehmen lässt). Der Gebrauch des Knopfes  „Speed“ ist vor allem Anfängern zu empfehlen: Es lassen sich zwei Geschwindigkeiten einstellen, die sich dann auch in der Beschleunigung bemerkbar machen. Bei langsamerer Geschwindigkeit blinken die integrierten LED-Lämpchen langsam, bei schnellerer Geschwindigkeit schnell. Beim Koppeln der Fernbedienung mit dem  Longboard blinkt die mittlere LED-Leuchtenreihe, eine halbkreisförmige LED-Reihe auf der Oberseite zeigt in 5er-Schritten dien Geschwindigkeit von 5 bis 35 km/h an (gefühlt kommen die Angaben mit der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit gut hin).

Zieht man den „Abzug“ der Pistolen-Fernbedienung nach hinten, beschleunigt das Longboard. Drückt man ihn leicht und ebenso gefühlvoll wie beim Beschleunigen nach vorne, entwickelt der Motor eine präzise und in vielen Situationen auch sehr hilfreiche Bremswirkung.

Ein kleiner roter Schiebeschalter vorne am Handgriff der Fernbedienung sorgt bei Dunkelheit für das Leuchten einer LED-Leuchte, die dem Fahrer/ der Fahrerin etliche Meter Weg ausleuchtet und die dafür sorgt, dass die Nutzer des Longboards gesehen werden.

Anregung für den Entwickler: Die Fernbedienung ist wirklich funktional, tut ihren Job sehr gut und ist leicht anzuwenden. Nett wäre es aber, wenn die Fernbedienung ein wenig kleiner und „cooler“ wäre. Man hat doch eine ziemliche „Pistole“ in der Hand.

Fazit:
Das 500 Watt Eskatey ist ein Longboard, das für Anfänger und Fortgeschrittene ideal ist. Kinder oder Personen bis 60 Kilogramm tun wohl besser daran, den kleinen 280-Watt-Bruder-oder Schwester des „großen“ Skateys unter den Füßen zu haben.

Möglichkeiten zum eigenen Testen gibt es bei ewigkite.de auf Drachenfesten, bei eskates in der Wedemark und bei Trendsport3 in Burg/Fehmarn am Südstrand.

Viel Spaß beim Testen!


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