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Glaubensthemen
kurz & gut /Mittwoch, 27.Januar 2010
Eine herrliche Schneelandschaft!
Solche Schneemengen wie in diesem Januar hat Norddeutschland seit über 10
Jahren nicht mehr gesehen.
Fast täglich habe ich einen kurzen Spaziergang durch das stille Weiß gemacht.
Raus aus dem Büro, weg von den Gedanken, was noch alles erledigt werden muss.
Und auch mal ein wenig Abstand von der Familie, in der ständig irgendwas los
ist.
Dieser herrliche Anblick: Über Weiden und Sträucher, über Bäume und Zäune eine weiße
Decke; die Natur hell, freundlich und unberührt.
Bei meinen Schneespaziergängen bin ich innerlich zur Ruhe gekommen.
Auch, weil es still war. Geräusche nahm ich nur gedämpft
wahr.
Nur meine eigenen Schritte waren etwas lauter zu hören.
Hin und wieder habe ich auch mal angehalten.
Dann war es ganz still.
Manchmal habe ich einfach nur ruhig über das weite weiße Feld geschaut.
Und manchmal habe ich auch gebetet.
„MeineSeele ist still zu Gott, der mir
hilft.“
So formuliert es der 61.Psalm.
Meine „Seele“, das sind zum einen meine Gedanken und Empfindungen.
Mit „Seele“ meint der Psalmist aber noch mehr.
Das, was mich bestimmt, beschäftigt und ausmacht.
Das, was meinen Tagesablauf ausfüllt. Alles das ist einfach einmal still.
Natürlich kann man auch im Büro beten. Beten kann man auch, wenn das
Familienleben tobt.
Die Gedanken gegenüber Gott sammeln, Wesentliches denken und Nachdenken fällt
mir jedoch leichter, wenn ich einmal kurz alles hinter mir lasse, was mich
ansonsten innerlich und äußerlich beschäftigt.
Ich suche gerne die Stille im Alltag. Sie erinnert mich auch daran, dass Gott
mir hilft:

