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Glaubensthemen
kurz & gut / Freitag, 29.Januar 2010
Freitag. Heute noch ein wenig arbeiten, dies und das für mich oder die Familie
erledigen und dann habe ich zwei freie Tage. Samstag und Sonntag.
Seit ich vor ein paar Wochen einen Roman über zwei jüdische Jugendliche im New
York der 40iger Jahre gelesen habe, denke ich Freitagabends oft daran, dass für
Juden mit dem Sonnenuntergang am Freitag der Sabbath eingeläutet wird.
In dem Buch „Die Erwählten“ wird in ruhiger und langsamer Weise ein
interessanter Einblick ins jüdische Leben gewährt.
Zwei sehr unterschiedliche Jugendlichen freunden sich an und feiern auch gemeinsam
mit ihren Familien Sabbat.
„Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte
Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.“Dieser Vers aus dem 2.Buch Mose begründet den
Ruhetag und diesen Vers nehmen die strengen Eltern der beiden Freunde auch für
ihre Kinder sehr ernst.
Der Sabbat, man kann das hebräische Wort mit „Ruhetag“ oder „Ruhepause“
übersetzen, ist ein Tag, an dem die Beiden wirklich Ruhe gemeinsam erleben.
Das einzige, was sie neben dem Essen, das selbstverständlich vor
Sonnenuntergang vorbereitet wurde, tun, ist, dass sie gemeinsam in den heiligen
Schriften des Volkes Israel studieren. Was sie in diesen Schriften entdecken
und wie sie darüber miteinander ins Gespräch kommen, hat mich selbst wieder neu
motiviert in Ruhe „heilige Texte“ zu lesen und vielleicht auch mit anderen
darüber ins Gespräch zu kommen.
Ganz so ruhig wie ein Sabbat wird mein Samstag nicht werden.
Aber am „Ruhetag“ der Christen, dem Sonntag, werde ich im Gottesdienst
Bibeltexte lesen und hören.
Und hoffentlich auch mit anderen darüber sprechen.

