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Glaubensthemen
Sie kennen es bestimmt auch in- und auswendig, eines des bekanntesten Sprichwörter, wenn es um das Verhalten gegenüber anderen geht. Was du nicht willst …..
Ja, das Bekannte: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
Seinen Niederschlag hat diese Verhaltensregel an vielen Stellen gefunden:
Von Menschenrechtsverlautbarungen der Vereinten Nationen, über Artikel 2 des Grundgesetzes bis hin zum Verhaltenscodex des bekanntesten elektronischen Auktionshauses der Welt.
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
Auch in vielen Religionen ist dieses Sprichwort in ganz ähnlicher Form zu finden.
Das deutsche Sprichwort geht auf einen Ausspruch Jesu,
der dabei die Bibel der Juden zitiert, zurück:
„Was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“
Ja, zum verwechseln ähnlich klingt das Sprichwort
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
mit der Aussage Jesu „Was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“
Wenn man genau hinsieht – oder hinhört -, dann fällt auf,
dass bei Jesus die Worte „nicht“ und „keinem“ fehlen.
Jesus sagt also nicht: „was du nicht willst“, sondern „was ihr wollt“.
Jesus geht es nicht um ein Vermeidungsverhalten wie im Sprichwort:
das füg auch keinem anderen zu.
In der Auslegungsgeschichte wurde dieser Ausspruch Jesu „Die goldene Regel“ genannt.
Eine Verhaltensregel, die Mut macht, zum aktiven guten und wohlwollenden Verhalten gegenüber anderen.
Das sind wirklich goldene Aussichten für uns und unsere Mitmenschen, wenn wir es nicht nur vermeiden bestimmte Dinge zu tun, sondern wenn wir aktiv werden und anderen Gutes tun.

