ewigKITE
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31.März

Der Tag war lang. Und schön. Ich habe doch mehr geschafft als ich zunächst gedacht habe und einige Dinge haben wider Erwarten bestens geklappt.

Ich bin dann mal weg!
Für 2 Tage in Elstal bei Berlin. Und morgen früh liefere ich gegen 8 Uhr den ewigkite-Wohnwagen in Geesthacht ab. Auf dem Weg nach Berlin.


30.März 
 

Da war ich heute! In der www.efgadt.de 
in der Baptistengemeinde in Hannover Süd!  Für mich war es ein schöner Gottesdienst. Nette Gemeinde. Interessante Leute. Der Gottesdienst diente u.a. als Vorbereitung für eine Veranstaltungsreihe, die Mitte April stattfinden wird und in der ich versuchen werde, den "ganz normalen Menschen" und auch den Christen (...) etwas von Gott zu erzählen. Möglichst so, dass zu entdecken ist, dass Gott etwas mit dem ganz normalen Leben zu tun hat oder zu tun haben will. Das Thema wird "Leben 4" sein. Ich bin gespannt, denn die Themen und Vorträge werde ich komplett neu erarbeiten. darauf freue ich mich. und auf die Tage selbst. Heute Abend geht es nochmal an Layoutfragen des Handbuchs und morgen muss ich mich auf Sitzungen in Elstal/ Berlin vorbereiten. 


28.März
 Was für ein Tag!Früh gings los mit ein wenig Schreibtisch, bewegt-lustiges Frühstück mit den Kindern und dann ab in die Grundschule von Enno. 4 Stunden eindimensionale (?) Nistkästen für den kommenden Pflanzenbasar mit 15 Kindern gesägt, geschmirgelt und gestrichen. Schön sind sie geworden. Mittagessen, E-mails, 45 Minuten in die Pedale hauen (Cross-Biken tut gut), dabei eine kleine Pause bei meinem Lieblingstankwart eingelegt, dann wieder E-mails, Telefonate, ab 17 Uhr ein Treffen mit  Tiene und Alex, die glücklicher- und dankenswerterweise eine crazy Idee für den Weltjugendkongress (mehr Infos demnächst) und danach für ewigkite.de umsetzen wollen, Abendessen mit der Familie, Enno ins Bett gebracht und jetzt wieder Computer... . Tolles Leben!
Wobei, ... mir geht ein Gespräch des gestrigen Tages nicht aus dem Kopf und aus der Seele. Da geht es jemandem gar nicht gut. Gott, warum geht es mir so gut und anderen nicht. Ist das nicht ungerecht? Warum?
Ich möchte den Frohsinn nicht verlieren, aber gleichzeitig für die da sein, die es schwer haben. Das ist manchmal nicht einfach ... .
Jetzt werde ich noch 1 bis 2 Stunden Bilder bearbeiten. Für das Handbuch ....

27.März

Herrliche Ostertage liegen hinter mir. Kaum sind diese aber wieder rum, habe ich den Eindruck, dass das ganz normale Leben eher  noch ein wenig anstrengender geworden ist als in der vorösterlichen Zeit.  Zu erledigende Dinge, die ich vor Ostern noch weggeschafft habe, scheinen inzwischen Zwillinge bekommen zu haben. Ich sehe gegen einen Berg von  Arbeiten an. Die Osterstimmung ist verschwunden. Schade. Tja, schlaue Worte, dass Ostern auch im Alltag weiter geht… . Nee, ich muss mal wieder sagen, dass mein Pastor vor Ort am Ostersonntag eine Predigt gehalten hat, an die ich heute noch manchmal denke. Das war wirklich Ostern total am Sonntagvormittag: Gemischter Chor, moderne gemeinsame Lieder, ab und zu ein Choral, Streicher im Gottesdienst, eine tolle, komplett worthülsenlose Moderation im Gottesdienst und dann noch zum Abschluss ein Lied der Kinder mit feinster Technik und Musik im Hintergrund. Und dann haben auch noch meine beiden Töchter  jeweils ein Solo gesungen. Wer da als Vater nicht feuchte Augen bekommt, der braucht wohl einen Therapeuten.  Außerdem waren Freunde aus Hamburg über drei Tage zu Gast. Es kam mir vor wie drei Minuten und ich wünschte, sie wären drei Jahre geblieben. Herrlichstes Essen und Schlemmerei (Pute mit Orange, Brunch, etc., etc.) und Diskussionen über Gott und seine Welt und über das, was Gott mit dem ganz normalen Leben zu tun hat, zogen sich bis 2.30 Uhr am Morgen hin. Mir geht seither die Frage nach, wie sich die Führung oder Bewahrung Gottes in meinem Alltag denn nun konkret aussieht? Lässt Gott das Leben  einfach so laufen und lässt er uns unser Ding ganz selbstständig machen oder greift er hin und wieder auch mal ein? Aufgehängt hat sich die Diskussion an den Regenwolken, die pünktlich zu Beginn des Osterfeuers am Samstag, verschwunden waren. Das wurde von anwesenden Leuten als Antwort Gottes auf „viele Gebete“ gedeutet. Dass der Nudelsalat in diesem Jahr eher an der Gabel festgefroren war, als dass er seinen Weg in den Mund fand, dass das Feuer nicht so richtig brennen wollte und dass eher Weihnachtsmarktstimmung als Osterfeuerfeeling herrschte, das wurde nicht religiös gedeutet. Was ist also, wenn ich z.B. um Bewahrung beim Autofahren bete und heil ankomme? Hat Gott mich dann bewahrt? Oder war ich einfach nur konzentriert? Und wenn ich einen Unfall baue? Wollte Gott dann, dass das passiert oder war ich einfach mal wieder döspaddelig beim Fahren? Fragen über Fragen. Ich gehe mal davon aus, dass Gott mir nicht ins Lenkrad greift. Weder in das meines Lebens noch in das meines Dienstwagens. Dennoch bin ich ihm im Nachhinein immer dankbar, wenn ich heil zuhause ankomme. Im „Leben“  und auch bzgl. des Straßenverkehrs. Im Nachhinein kann ich manches, was ich erlebe, Gott zuordnen. Ob er dabei direkt eingreift, das halte ich eher für unwahrscheinlich.
Gott hat mir Verstand und Glauben gegeben, mein Leben in die Hand zu nehmen. Wenn es regnet, ziehe ich Regenklamotten an. Wenn ich Auto fahre, fahre ich vernünftig (?). Warum sollte Gott dafür sorgen, dass ich nicht meine Regenjacke auspacke? Soll ich es noch bequemer haben? Warum sollte Gott ausgerechnet mir einen besonders schadensfreien Heimweg ermöglichen? Und was ist mit den Dutzenden von Unfällen, die ich im vergangenen Jahr auf Deutschlands Autobahnen gesehen habe?
Wollte Gott die? Oder: hat er sie „nur“ zugelassen? Ein solches Gottesbild wäre für mich nicht akzeptabel. Ich halte es in solchen Situationen dann doch mit dem Karfreitag. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Zu viele Menschen auf dieser Welt würden sich über ein wenig oder sogar sehr viel Regen sehr freuen. Und sogar über gefrorenen Nudelsalat.

Parallel zu all diesen Gedanken habe ich an den Ostertagen immer wieder mal „Gott – eine kleine Geschichte des Größten“ von Manfred Lütz  gelesen. Ein erhellendes Buch (abgesehen von den letzten 20 Seiten, die es ein wenig sehr übertreiben, was katholisches Gedankengut angeht …., das hat mich nach über 200 Seiten echt genervt!). Manfred Lütz  geht wesentlich elastischer an manche Lebensfragen ran. Ich habe den Eindruck, dass Leute , die nicht so evangelikal geprägt sind wie ich, manche Dinge einfach nicht so verbissen sehen. Das reizt mich. Bei Lütz hatte ich den Eindruck, dass der Glaube so herrlich einfach und logisch sein kann (wobei er ja immer den atheistischen Standpunkt mitlaufen lässt und es auch dafür immer gute Argumente gibt). Natürlich hat das Buch auch Aussagen, die echt nicht haltbar sind. Aber der gute Lütz nimmt es mit Humor. Wo erlebt man schon mal einen Theologen oder Philosophen (oder Psychologen), der über sich selbst lachen kann und auch seine eigene Zunft hinterfragt – und das mit schelmischem Humor!

Nun bin ich also wieder nach all‘ den intensiven Fragen und dem noch kalorienhaltigeren Essen wieder im ganz normalen Alltag angekommen. Ja, mein Arbeitsberg hat auch nicht abgenommen. Und: Ich gebe dafür niemandem die Schuld, auch nicht meinem höchsten „Chef“ (dass er z.B. nicht die Arbeit weggezaubert hat während ich Karfreitag und Ostern gefeiert habe). Ich werde ihn – wie üblich – bitten, mir etwas mehr Gelassenheit zu schenken. Und darum, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können.

Heute und morgen werde ich noch am Layout des „Handbuch Mission“ sitzen, ein Termin in der Schule meines Sohnes steht an („wir basteln Holzsachen für den Frühlingsmarkt“), eine Predigt muss noch geschrieben werden und ein paar Sachen für nächste Woche müssen geplant werden. Immer nebenbei dann Telefonate, E-Mails und Nachhaken wegen der „aufblasbaren Kirche“. Meine Güte, wat ne action! Aber ……, ich wäre nicht der, der ich bin, wenn es nicht so wäre wie es ist. Regen hin oder her. Nudelsalat tiefgefroren oder getaut!

Ach ja, die Zeitschrift „Die Gemeinde“ – ein baptisteninternes ….. tja, was? …. Informationsblatt; nennt sich „Magazin des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden“, erscheint alle 2 Wochen und umfasst so um die 30 seiten -  hat in ihrer Ausgabe Nr. 7 einen Artikel über ewigkite.de abgedruckt. Deswegen begrüße ich an dieser Stelle alle LeserInnen! Und falls es Interessierte gibt, die bei ewigkite.de gerne mitarbeiten möchten, … nur zu, das Kontaktformular bringt uns in Kontakt.

Ach ja: Noch was für die LeserInnen von „DG“. Ob’s erfreut oder nicht, in der nächsten Ausgabe ist ein Artikel zu „Gemeinde und Gesellschaft“ aus meiner feder, bzw. Tastatur. Und für die dann folgende Ausgabe habe ich gestern auch noch einen Artikel zugesagt. Man hat ja sonst nix zu tun.  Nee, macht Spaß, aber ich sollte mal „nein“ sagen lernen. Oder lieber doch nicht?

17.März
Zum Konzept von ewigkite.de gehört die Idee einer aufblasbaren Kirche. Dank des Preises von „Andere Zeiten“ kann sich diese Idee auch verwirklichen lassen, auch wenn es keine Unsummen sind, die dafür zur Verfügung stehen. Ideen sind manchmal leicht zu haben, aber die Realisierung ist dann eine ganz andere Sache.



Natürlich gibt es schon aufblasbare Kirchen, wie man auf dem Bild sieht. Da ewigkite aber weder mit einem Tieflader unterwegs sein wird, noch mehrere 10tausend Euro für die Kirche hat, kommt diese Version nicht in Frage. Vom Andere-Zeiten –Preisgeld müssen noch jede Menge andere Dinge finanziert werden. Nun denn: Heute war wieder so ein Tag, an dem ich mehr als zwei Stunden in die Realisierung gesteckt  habe. Ich habe mittlerweile mit etlichen Firmen telefoniert. Und immer geht das eine oder gerade das andere nicht. Mal passen die Tubes nicht, mal die Bedruckung nicht.  Dann wieder ist das Material zu schwer oder der Turm nicht machbar. Am liebsten würde ich ja mit einer Unterfirma von Flysurfer zusammen arbeiten. Da bin ich auch dran.

Heute haben aber die Norddeutschen gepunktet. Eine Firma in Hannover hat eine gute Idee. Und wenn sich dann noch der Inhaber oder Geschäftsführer Zeit nimmt, mit einem zu sprechen, dann fühl man sich schon gut. Ich bin eben auch nur ein Mensch. Und bin auch ein wenig verzweifelt bzw. genervt von den vielen Eventualitäten, die man bedenken muss/ kann/ soll/ möchte.

Mensch, ich bin Pastor und kein Ingenieur.
 Und Designer auch nicht. Aber es macht doch alles irgendwie auch Spaß. Also, eines steht fest: So wie die Kirche auf dem Bild wird die ewigKIRCHE nicht aussehen… .

12.März


Nach meinem letzten Eintrag hat ein Kollege mich netterweise darauf hingewiesen, dass ich zu Füßen der Warthburg nicht an das „sola scriptura“ gedacht habe. Recht hat er! Wie konnte ich das nur vergessen. „Allein die Schrift“ ist und bleibt die Grundlage des christlichen Glaubens.  

Zugegeben: Hin und wieder lese ich auch ein anderes Buch, welches mir die Grundlinien der Bibel zu erklären versucht. Denn das mit  „sola scriptura“/ „Allein die Schrift“ ist manchmal nicht so einfach. Jeder und jede hat sein/ ihr Vorverständnis, was die Bibel angeht. Worauf achtet man besonders? Mit welchem Ohr hört man gut, mit welchem schlecht? Ist man ein moralisch veranlagter Mensch, dann hört man jede Menge Dinge, die einen auffordern, dies oder jenes zu tun oder zu lassen. Ist man ein freiheitlich veranlagter Mensch, dann kann man ebenso viele Bibelstellen hören, die einem die Freiheit und Gnade zusprechen. Worauf kommt es am im Verständnis der Bibel?  Im deutschen Baptismus ist – mal wieder – eine Debatte darüber entbrannt, wie die Bibel denn nun zu verstehen ist. Das Tolle daran: Soweit ich das beurteilen kann ist es zum ersten Mal dazu gekommen, dass sich alle Laien und Theologen bewusst gemacht  haben, dass  die eigene Biografie und das eigene Vorverständnis das Verstehen der Bibel mit beeinflussen (es soll angedeutete Ausnahmen gegeben haben, auf die ich an dieser Stelle mangels Informationen jedoch nicht eingehen möchte).

Meinen „Kanon im Kanon“, meine „Richtschnur“ zum Verstehen der Bibel hat  sich während meines Studiums und durch das Vorbild meines innig  verehrten Seniorkollegen in meiner ersten (und bisher letzten…) Gemeinde  geformt: Solus Christus! Allein Christus. Von ihm her und auf ihn hin lese und höre ich die Bibeltexte. Manches wird dadurch heller und verständlicher, manches tritt ganz in den Hintergrund.  Ich bin aber noch nicht „fertig“. Vieles muss sich noch ein- und zuordnen. Und manchmal ist das gar nicht so einfach in den real existierenden christlichen Kreisen mit dieser „Richtschnur“. Ich bleibe aber dran und möchte lernen … . Ein andere Kollege hat mich übrigens in letzter Zeit dadurch beeindruckt, dass er sehr wohl seinen eigenen Standpunkt hat, diesen aber viel weiser und weniger abgrenzend  vertritt als ich meinen. Ja, man kann ruhig zu allen Seiten offen sein. Man bleibt dennoch „ganz dicht“. Anregungen aus einer bestimmten Richtung habe ich bisher immer abgeschmettert. Mal schauen, ob ich mir in Zukunft manches gelassener anhören kann.


Die Zeit fliegt … . Nach meinem Eisenach-Aufenthalt habe ich Stunden am Schreibtisch verbracht, um mich inhaltlich vorzubereiten (Referat und PPT hatte ich einige Tage lang auf der frontpage stehen, sie stehen jetzt unter „Glaubensthemen“) oder um inhaltlich und grafisch an einem Handbuch zu arbeiten, welches demnächst zum Layouter und dann in den Druck gehen soll. Redaktionelle Arbeit geht echt auf die Birne. Und kaum habe ich diese eine Handbuch-Sache fast abgeschlossen, schon sitzen mir zwei weitere Redaktionssachen im Nacken… . Nun denn, „jegliches hat seine Zeit“, sagt schon die Bibel im Buch Prediger. Da steht allerdings auch, dass es wertlos ist, wenn man lange sitzt und sich abmüht. Na, was jetzt? Warte ich erstmal auf das bzw. die Endprodukte.

Die nächsten Tage werde ich also noch mit redaktioneller Arbeit verbringen. Am Montag werde ich dann für eine Nacht mit meinen Kindern samt Freunden eine kleine Ausflugstour im neuen Wohnwagen von ewigkite.de machen. Die freuen sich schon riesig drauf. Ich mich auch. Frische Luft, Ablenkung und keine Tapeten.

 










6.März

Das war beim Aufstehen wirklich ein besonderer Anblick: Von meinem Zimmer aus hatte ich einen uneingeschränkten Blick auf die Warthburg, die im frühen Sonnenlichtglänzte. Anfang der Woche war ich für drei Tage zu einer Sitzung in Eisenach. Das Haus, das Hotel,
in dem wir untergebracht waren lag ca. 500 Meter Luftlinie von der Warthburg entfernt. Beschäftigt haben sich die Vertreter verschiedener Freikirchen dann auch noch ausgerechnet mit dem Thema „Theologie der Bekehrung“. 

Immer wieder kam mir  Luther’s „solus christus“ und „sola gratia“ in den Sinn. Wie kann das auch am Fuße der Warthburg anders sein? Natürlich ist das „allein Christus“ und „allein aus Gnade“ nicht so einfach in das ganz normale Leben eines Menschen zu übersetzen, bzw. zu übertragen. Wie kann man denn zum Ausdruck bringen, dass Gott allein derjenige ist, der den Menschen mit Glauben beschenkt, dass aber gleichzeitig der Mensch nicht einfach „über den Tisch gezogen“  und zu einer willenlosen Marionette gemacht wird? Wie kann man zum Ausdruck bringen, dass vom Menschen „Umkehr“, Veränderung, Sinnesänderung  in Sachen Glauben gefordert ist, ohne dass dies zu einem „Werk“ wird, mit dem man sich die Liebe Gottes oder den Glauben „verdient“.

Manche Gesprächsbeiträge meiner freikirchlichen Kollegen waren aus meiner Sicht haarscharf an der Grenze zur „Werkgerechtigkeit“.
  Ich mache das keinem zum Vorwurf. Es ist auch schwer… . Ich selbst konnte mich am besten mit den Aussagen unseres Referenten  Michale Kißkalt anfreunden, der das Miteinander von Gott und Mensch nicht einfach addiert hat, sondern der in dialektischer Denk- bzw. Vorstellungsweise  an die Fragestellung rangegangen ist.

Um „100“
 bzgl. der Bekehrung zu erreichen, sagte er sinngemäß, ist die normale Denkweise, dass man Gottes Wirken mit 50 oder 80 Prozent veranschlagt und das Handeln des Menschen mit den restlichen 50 oder 20 Prozent. Manche sagen 99 Prozent Gottes Wirken und nur 1 Prozent das des Menschen. Man bastelt sich so seine Prozentzusammenstellung je nach theologischem Gepräge zusammen. Die Rechnung, über die man aber nachdenken sollte wäre: Bei der Bekehrung handelt zu 100 Prozent Gott und zu 100 Prozent der Mensch. Was dabei herauskommt ist mathematisch nicht richtig, aber geistlich gesehen rechnet man eben anders: 100. 100 + 100 = 100. Das muss man erstmal aushalten. Diese „Rechnung“ hat mich begeistert. Ich werde weiter darüber nachdenken!

Das Miteinander mit den anderen Freikirchen war einerseits belebend und erfrischend, anderseits aber auch anstrengend und manchmal bei mir innerliches und äußerliches Kopfschütteln hervorrufend. Das führe ich hier aber nicht weiter aus … .
An einem Abend habe ich mich in Eisenach mit einem verlobten jungen Paar zum Traugespräch getroffen. Das war klasse. Mitten in einer Kneipe über etwas sehr Wichtiges zu sprechen. Es wird meine erste Trauung in den „neuen Bundesländern“, die so neu auch auch schon nicht mehr sind.
Ich freu‘ mich drauf.
Heute und morgen werde ich an einem Referat weiter arbeiten, welches ich am Samstag in Westfalen halten .  Sonntag dann noch eine Predigt und dann ist die nächste Woche zwar nicht arbeits- , aber wenigstens reisefrei.

 


3.März 2008

Heute vor 10 Jahren ist meine zweite Tochter geboren. Als wir heute morgen am Frühstückstisch saßen, kamen mir wieder einmal Tränen der Rührung, als ich Henrike anschaute, die mir mit fröhlich- offenem Blick gegenüber saß und sich über die Geschenke freute, die die Omas und Opas und wir ihr gemacht haben .

Henrike – und auch meine anderen Kinder – machen mir immer wieder deutlich, dass das Leben „unmittelbar“ gelebt am schönsten ist. Henrike kann wirklich den Moment leben und genießen. Sie ist eine, die wirklich noch total in der Gegenwart lebt. Sicher, manchmal macht sie sich auch schon ein paar Sorgen, wenn eine Mathearbeit ansteht, aber im Großen und Ganzen schafft sie es noch, im Moment zu leben. Und die einzelnen Momente kann sie genießen und auskosten.

Als Erwachsener habe ich schon immer meinen halben Monatsterminkalender im Kopf. So war es auch am vergangenen Wochenende. Ich hatte mich sehr auf das erste Wochenende mit den MitarbeiterInnen von ewigkite.de gefreut. Und jetzt ist das Wochenende schon wieder vorbei.

Tja, und das Wocheneende verlief ganz anders als geplant. Anstatt einander unsere Drachenkostbarkeiten zeigen zu können und ein wenig am Strand von Hooksiel zu fliegen, taten wir kaum etwas anderes, als in der Ferienwohnung in Hooksiel zu sitzen und uns über dies und das zu unterhalten. Es war Orkan angesagt und bei 60-70 km/h ging wirklich gar nichts. Da sollte man um seiner eigenen Gesundheit willen und auch wegen des Materials lieber als Drachen in den Taschen lassen. Hin und wieder sind wir an den Deich gefahren, um uns durchpusten zu lassen.

Das hat wirklich mächtig geweht … . Hin und wieder ein Spaziergang und am Sonntagmorgen dann der gemeinsame Gottesdienst in der Gemeinde Jever. Okay, es war ein entspannendes Wochenende. Eigentlich wäre ich aber lieber kaputt nach Hause gekommen.

Nun bin ich knapp 24 Stunden zuhause und dann fahre ich heute Nachmittag bis Mittwoch gleich weiter nach Eisenach. Dort findet eine Tagung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) mit lauter Referaten etc. statt. Ich bin gespannt, auch wenn ich mich heute am Geburtstag meiner Tochter noch etwas mehr treten muss als normal, um mich auf die Autobahn zu begeben. Mal sehen, wie es wird… .