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Die aufblasbare
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31.Mai
6.15 Uhr. Ich sitze auf der Dachterrasse. An Schlaf ist nicht zu denken. Ich denke an zu viele Dinge. Über zu viele Dinge nach. Die letzten Tage waren angefüllt mit Inhaltlichem und schwülen Temperaturen. Die kommenden Tage sind wenigstens im Terminkalender nicht so heiß. Gedanken mache ich mir aber um die Zeit ab dem 9.Juni. Dann werde ich bis zum 22. fast ununterbrochen unterwegs sein. Ist alles vorbereitet? Habe ich an alles gedacht, was für diese Wochen anliegen wird?
6.30 Uhr. Enno kommt auf die Dachterrasse. Brötchentüte in der Hand. „Ich war schon mal Brötchen holen!“ Kuschelstunde bei noch kühlen Temperaturen auf der Dachterrasse. 15 Minuten Zweisamkeit. Kaum ein Wort. Dann: „Wollen wir Bogenschießen gehen?“. Morgens um kurz vor 7. Bis kurz vor 8 machen wir einen Bogenschießspaziergang durch unseren Stadtteil. Die Straßen sind leer. Hoch, weit, Treffer. Eine Katze hat es nicht leicht mit uns. Saugnäpfe an den Pfeilen. Saugnäpfe halten nicht an Katzen. Und wir zielen nur auf die Füße. Der tag nimmt seinen Lauf. Es wird wärmer auf der Dachterrasse.
Bevor ich mich gleich auf den Weg zum 2.“Weltkartenkitenähen“ mache wird mein Blick noch einmal die Kartons streifen, die sich langsam aber sicher in unserer Kaminecke stapeln. Es ist schon klasse, dass die Sponsoren auf die ewigkite.de-Idee aufspringen . Das Material wird allen Leuten zur Verfügung stehen, die es einmal testen wollen. Die mal lernen wollen, „wie das geht“. Im Moment ist die Ausstattung noch etwas powerkitelastig. Ich persönlich finde das nicht schlimm, weil ich selbst powerkitelastig bin. Diese Woche habe ich aber auch mal wieder ein altes Delta-Schätzchen ausgepackt. Das hat richtig Spaß gemacht. Figuren fliegen. Ruhig sein. Weniger Kraft, mehr Feingefühl. Mal schauen, ob ich das mit den Deltakites nächste Woche ändern wird. Mit den Sponsoren. I hope so. Denn ewigkite.de hat auch ein Herz für Einleiner – und Deltafreaks oder solchen, die Interesse daran haben.
Inhaltlich hat mich im Laufe der Woche 2 x das Thema „Gemeinde, wie geht das heute?“ beschäftigt. Ich war zu 2 Sitzungen im „Pott“, bei denen wir uns Gedanken darüber gemacht haben, wie die real existierende Baptistengemeinde angemessen Angebote machen kann, die die ganz real existierenden Leute ansprechen können. Deutlich wurde, dass das normale gemeindliche/ kirchliche Leben nicht selten jenseits von Gut und Böse ist, was die Interessen, Bedürfnisse und formalen Interessen „der ganz normalen Menschen“ angeht. Problemanzeigen sind flott gemacht. Aber wie bitteschön kommt man zu neunen Wegen? Was muss man tun? Wie anders? Diese Fragen gehen mir nach. Und lassen mich manchmal sogar wach liegen. Oder früh wach werden. Dann setze ich mich auf die Terrasse.
Und dann kommt – wenn es ein besonders glücklicher Tag ist – mein Sohn mit der Brötchentüte.
27.Mai
Endlich wieder auf dem Wasser! Die führerscheinlose Zeit hatte leider auch dafür gesorgt, dass ich nur selten auf dem Wasser war. Nachdem ich am Samstag aus Kassel zurückgekommen war und am Sonntag noch zu einem Gemeindeforum nach Uetersen gefahren bin, war ich gestern endlich mal wieder in Hooksiel. Aber was war das? An einem Montagabend ungefähr 20 Schirme (alles Tubekites) auf dem Wasser. Haben die Leute alle „Pastorensonntag“? Na ja, die waren nach der Arbeit auf dem Wasser… Und der eine Softkiter auch. Endlich wieder. 5 bis 6 bft. und jede Menge Spaß. Ich habe die gute alte Titan 9.5 ausgepackt. Und sie geht ab wie sonstwas! Etwas später dann mein Lieblingskite: Speed I 13. Mal schaun, wie lange das noch mein Lieblingskite bleibt… . There is more to come.
21.-24.Mai
Ich bin ein schlechter Beifahrer. Das haben die vergangenen vier Wochen mehr als deutlich gezeigt. Seit vergangenem Mittwoch bin ich wieder Autofahrer, da die Bußgeldstelle Potsdam so nett war und mir meinen Führerschein zurückgeschickt hat. Nun könnte ich entweder eine Abhandlung über Reisen mit der Bahn, über das Beifahrertum lappenloser Handlungsreisender oder über die miesen Tricks der Blitzerei (es war immerhin in einer bereits abgebauten Baustelle!) schreiben. Ist vorbei. Seit Mittwoch habe ich aber bereits wieder ca. 1000 Kilometer zurückgelegt. Schreibe ich also kurz darüber. Mittwoch: Bei einer Polizeikontrolle zwischen Oldenburg und Kassel hätte es gute Chancen gegeben, dass man mich aus dem Verkehr gezogen hätte. Mit 1000 Broschüren a 100 Seiten , Messeständen und jede Menge anderer Dinge, die man so braucht, um bei der BUKO – Bundeskonferenz, so etwas ähnliches wie Synode – des BEFG (Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden, so etwas ähnliches wie die Deutsche Evangelische Kirche) einen guten Eindruck zu machen. Gemeinsam mit meinen netten KollegInnen habe ich den Stand aufgebaut und betreut inkl. 800 Tassen Kaffee ausschenken – mein Kaffeevollautomat und der von ewigkite.de haben wirklich Großartiges geleistet ! Hunderte von Begegnungen, mal mehr, mal weniger intensiv. Vier Tage Dauerbeschäftigung und Menschen, Menschen, Menschen. Als ich am Samstag ziemlich k.o. ins Auto stieg, blieb das Radio erstmal bis Hannover aus. Ruhe. Stille. Es waren intensive Tage. Eine plenare Bibelarbeit habe ich miterlebt. Die meines ehemaligen Dozenten Edwin Brandt. Er ist ein Mensch, der mich schon als Student begeistert hat. Er ist oberengagiert, bringt die Dinge auf den Punkt und ist das, was ich mit „bis auf die Knochen gläubig“ beschreiben würde. Dabei ist er keineswegs dogmatisch. Auch in seinen Ausführungen zum Bibelbvers „Wenn dein Kind dich morgen fragt….“ hat er uns Zuhörern zwar ordentlich einen eingeschenkt, ist dabei aber immer barmherzig geblieben. Klasse. So will ich das eigentlich auch können, wenn ich von einer Sache überzeugt bin. Gelingt mir aber nicht immer so. Na ja, er ist auch 30 Jahre älter. Vielleicht tut sich ja bei mir noch was. Beeindruckend auch die Kurzbegegnung mit einem alten Kollegen, mit dem ich mich 10 Minuten unterhalten habe und der mich in meiner frühen Jugend geprägt hat. Ein Kämpfer für die Gerechtigkeit. Jetzt ist er um die 70 und der Glanz aus seinen Augen ist noch lange nicht verschwunden, wenn es um die Liebe zu anderen Menschen geht. Beeindruckend.
18.Mai
Nette E-Mails von TAZ-Lesern beendeten meine letzte Arbeitswoche. Das freut einen dann doch.
Am Samstag ging‘s dann zu einer ebenso netten Geburtstagsfeier mit der ganzen Familie nach Buchholz in der Nordheide. Wir werden älter… . Wenn eine der besten Freundinnen 40 wird, dann merkt man eben auch in seinem eigenen und in den Gesichtern der anderen Freunde, die man vielleicht jahrelang nicht gesehen hat, dass man auch keine 30 mehr ist. Ein rundum schöner Geburtstag im Mittelalterdesign. Nette Begegnungen, nette Gespräche und lecker Essen. Hätte das Wetter noch besser mitgespielt, dann wäre es sogar eine sonnige Geburtstagsfeier geworden. So war ich froh, dass ich nicht im Mittelalter geboren bin… . Nieslig-kühles Wetter und ein an Pest erkrankter Geburtstagsgast hätten mit Sicherheit dafür gesorgt, dass ich kurz nach der Feier gestorben wäre.
Per Zug bin ich am Nachmittag nach Grundschöttel gefahren. Abends das „Theologische Wohnzimmer“ mit anregenden Gesprächen und noch Klönen bis halb zwei mit meinem netten Kollegen Menno, den ich noch aus Hamburger Zeiten kenne und sehr schätze. Am Sonntag dann ein schöner Gottesdienst in einer großen Gemeinde. Knapp 400 Leute im Gottesdienst. Schöne Atmosphäre, nette Moderation und meine Predigt über Paulus und Barnabas in Lystra. Es fasziniert mich echt, dass Paulus seine Predigt mit den Worten „Auch wir sind Menschen!“ beginnt. Paulus stellt sich mit seinen Zuhörern auf eine Ebene. Wie selten gelingt mir das? Manchmal meint man ja – und die meinen es dann auch selbst – dass PastorInnen irgendwie „höher schweben“.
Paulus macht deutlich, dass auch er „sterblich“, „von der Art“ der ganz normalen Menschen ist. Das einzige, was ihn nach eigenen Worten unterscheidet ist, dass er das „Evangelium predigt“. Das ist wohl wirklich der große Unterschied: das Evangelium. Die Nachricht von der Liebe Gottes zu den Menschen. Die haben Christen im Gepäck – oder sollten sie zumindest haben. Manchmal schleppen sie auch ganz andere Dinge zu ihren Mitmenschen.
Nun denn. Eine fast normale Woche hat wieder angefangen. Heute und Dienstag Schreibtisch. Ab Mittwoch dann unterwegs. Dann auch wieder per PKW… .
15.Mai
Nach einem Schreibtischtag, Rasenmähen und Kinder zu Bett bringen ein lauschiges Stündchen bei lauem Lüftchen auf der Dachterasse. Adolf Holl, Jesus in schlechter Gesellschaft. das Buch, welches ich schon immer mal lesen wollte, war mir vor Pfingsten in die Hände gefallen. Nun lagen die letzten 20 Seien des Buches vor mir, das ich während der Pfingsttage gelesen hatte. Interessant, sachlich, wenig emotional. Viel habe ich gelernt. Über das soziologische Umfeld Jesu. und über unsere heutige Zeit (auch, wenn das Buch schon 1971 erschienen ist). Ich hatte erwartet, dass das Buch so sachlich zu Ende geht, wie es über weite Strecken geschrieben ist. Weit gefehlt. Adolf Holl langt auf den letzten Seiten nochmal richtig zu.
Er entreisst Jesus jeglicher Positionsbestimmung, jeglicher Inanspruchnahme für religiöse oder gesellschaftlich-politische Ziele.
Das hatte ich nicht erwartet. Ich bin begeistert. Von Adolf Holl. Und vielmehr noch von Jesus, der sich nicht festlegen lässt. Auch nicht von mir, meinen Gedanken, Empfindungen oder Theologien.
Kleine Leseprobe hier!
14.Mai
Heute ein Rückblick. Ziemlich lang. Auf den 12.Mai. Hier!
13.Mai
Der Alltag hat es wirklich nicht leicht! Ein wunderbares Wochenende liegt hinter mir. Den Abschluss bildete die gestrige Preisverleihung von „Andere Zeiten e.v.“ in Hamburg. Davon wird demnächst mehr auf dieser HP zu lesen sein, denn immerhin wäre es mit ewigkite.de nicht so losgegangen, wie es losgegangen ist, wäre da nicht …… Später mehr. Freitagabend: Die Mädels sind unterwegs zum Pfingstlager des GJWs, Enno bei seinem Freund „abgegeben“ und die Eltern machen sich auf in Richtung Ostsee. Irgendwo vor Hamburg ein kuscheliger Campingplatz. Nix los. Herrlich. Morgens eben ins campingplatzeigene Schwimmbad und dann auf in Richtung Malente/ Eutin. Mittags/ Nachmittags zwei Stunden Wakeboard fahren (kein Wind, was soll man da an der Ostsee sonst machen? Ich habe meine ersten slides über eine Rampe versucht. Na ja. Ich muss wohl noch üben…), Sonne genießen, Kaffee schlürfen. Dann wieder ein traumhafter Campingplatz an der Schwentine. Wenn einer meint, deutsche Campingplätze seinen an Pfingsten überfüllt oder sie seien abgezirkelt und oberspießig, der wird in Bad Malente eines besseren belehrt. Abends noch eine 1,5-Stunden Fahrradtour mit der Allerliebsten um den Kellersee. Samstag: Ostsee in Peltzerhaken. Traumhaft. Auch ohne Wind (besser wäre es natürlich gewesen, wenn….). Abends noch mal einen Fahrradtour. Und abends immer frisch geschälten Spargel auf den Campingtisch. Erholung pur. Sonntagmittag dann in HH die Preisverleihung. Jetzt hat es der Alltag schwer. Oder ich mit dem Alltag? Ach so: Jetzt sind die Kinder wieder da. Auch schön. Richtig schön. Eine Paar-Wochenende hat echt was. Tut mal sehr sehr gut. Die Familie (dann) aber auch wieder. Nur irgendwie muss man wieder 1000 Dinge organisieren und bedenken. Vielleicht gewöhnt sich mein Hirn ja wieder dran?
8.Mai
Pfau, war das klasse! Nein, natürlich habe ich „Wow“ gedacht, als ich den Pfau sah. Wo? Bei der Hochzeit von Susi und Simon in der Nähe von Zeitz. Als Familie hatten wir ein aaaaabsolut tolles Wochenende: Das Wetter war wunderbar, wir waren gemeinsam unterwegs, wir haben lauter nette Leute getroffen, die Hochzeit von Susi und Simon war wirklich fast wie im Märchen, das Ambiente war klasse, die Unterbringung top (Pension auf einem Bauernhof inkl. Pfau, Pferde, Hühner etc. pp.).
Leckeres Essen, gute Unterhaltungen, nette neue Leute kennen gelernt, die Kinder waren gut drauf, herrlich blühende Rapslandschaft in Sachsen-Anhalt, die Kinder haben per Hand die Kirchenglocken bei der Trauung geläutet und ich selbst war auch bestens gestimmt.
Über den Traugottesdienst kann man vermutlich in einem Forum über „Höhen und Tiefen bei Pastoren“ was nachlesen. Rundum glücklich bin ich und sind wir aus Zeitz wieder gekommen. Die neue Woche ging dann gleich volle Kanne los: Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mit den Layout- und Grafikarbeiten, die für die Bundeskonferenz des BEFG gemacht werden müssen, fertig sei. Weit gefehlt. Ich habe noch zwei gute Vormittage beim Kutter gesessen. Meine Güte, hat der das drauf. Und Nerven hat der. Wie Drahtseile. Zwischendrin dann einige Turbulenzen inhaltlicher Art und, …ja, und: Na, man braucht sich einfach nur die Startseite dieser HP anschauen. Jede Menge E-Mails und Telefonate mit Firmen, die sich wegen des Sponsorings zum angegebenen Termin Anfang Mai gemeldet haben. Und , wie soll ich sagen: Die Freudenhormone erleben eine Mega-Ausschüttung! Dazu kam dann noch, sozusagen als „Freudengrundlage“, ein Telefonat mit den netten ewigkite.de-Mitarbeitern, die am vergangenen Wochenende zum ersten Mal mit dem eweigkite.de-Wohnwagen unterwegs waren. Es hat alles bestens geklappt. So, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und das, obwohl die Kirche noch nicht fertig ist und nur sehr wenig Material vorhanden war. Na, wenn das kein guter Start war?
Ich freue mich natürlich riesig über die Sponsoringzusagen. Das wird es in Zukunft ermöglichen, dass wir interessierten Leuten den wunderbaren Drachensport vom Einleiner über Deltakites bis hin zum Powerkiten (Landboarden, Buggyfahren und Kitesurfen) ermöglichen können.
Und diese Tage denke ich dran, dass das alles nicht ohne die tolle Starthilfe von „Andere Zeiten e.v.“ möglich gewesen wäre. Ich bin gespannt, was sich
noch so alles ergeben wird.
Jetzt „drehe ich mich erstmal um“. Nicht am Schreibtisch, nicht im Bett. Im Kopf. Jetzt geht’s an eine Predigtvorbereitung.
1.Mai
Die Sonne scheint, die Predigt für die Hochzeit von Susi und Simon ist fast fertig, der ewigkite.de-Wohnwagen ist mit Stefan, Hajo samt Anhang zum ersten Mal bei einem Drachenfestival im Einsatz, gleich werde ich mich – mit meiner Chauffeurin Stine – samt den Kindern ins Auto setzen und nach Zeitz fahren. Die vergangene Woche war mit inhaltlichen Dingen und mit jeder Menge Design- und Layoutkram angefüllt. So sehr, dass ich beim Wort „Handbuch“, Slogan oder Layout jetzt ein Pochern in der Halsgegend bekomme. Gestern gegen Abend war ich – Andi als Chauffeur sei Dank! – noch eben mal ein Stündchen auf dem Wasser. Es ging nur die 26er Psycho. Wie gut, dass ich die habe!
Geburtstag inkl. Polterabend steht heute noch auf dem Programm – nach einer ca. 4-Stunden-Fahrt. Morgen dann ein freier Tag in und um Zeitz, Samstag die Hochzeit und Sonntag dann Rückfahrt.
Ich freu‘ mich drauf. Auch darauf, endlich mal wieder Abstand vom Schreibtisch zu kriegen!

