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Die aufblasbare
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Jipiyeah! Ich habe gestern meine persönliche Kitesurfsaison 2009 eröffnet. Na gut, die Temperaturen waren mit 6 oder 7 Grad Lufttemperatur nicht gerade winterlich. Das Wasser war aber etwas frischer. Dank Psycho 26 und der Door M habe ich es aber selten gespürt. Und außerdem war ich äußerst gut eingepackt.
Mit Verwunderung und auch ein wenig Kopfschütteln habe ich bisher Winterkiter beobachtet. Jetzt weiß ich aber, wie’s geht. Mit den Klamotten ist mehr als die Hälfte der Miete drin. Ich bin ein vorsichtiger, manchmal ein übervorsichtiger Kiter. Nicht auszudenken, was passiert, wenn man bei eiskaltem Wasser nicht mehr aufs Brett kommt.
Eigentlich muss ich mir da keine Sorgen machen, aber irgendwie bin ich dann doch lieber (über-)vorsichtig. Auch bekomme ich jedes Mal feuchte Hände, wenn ich nach der Winterpause wieder aufs Wasser gehe. So, als ob man das Kiten verlernen könnte. Ich habe es nicht verlernt. Die Stunde auf dem Wasser war einfach herrlich.
Jetzt geht’s wieder los. Und wie ein kleines Kind auf Weihnachten, so freue ich mich darauf in 14 Tagen in Tunesien die Psycho 4 zu fliegen. Unglaublich, ich werde diesen Traum-Kite fliegen.
Bis dahin bleibt aber noch so Manches zu tun. Bremen, Berlin, Hannover steht noch im Terminkalender. Und auch zuhause gibt es ja nicht nur für die Familie was zu tun. Die hinter mir liegende Woche war sehr effektiv. Ich habe viele Baustellen in Angriff genommen oder sogar abgeschlossen. Zwei Neue habe ich angefangen. Und: ich habe einen Trick gefunden, wie mich die vielen Dinge, die ich noch zu tun habe, nicht mehr so nerven.
Beim Aufräumen meines Büros und Schreibtischs habe ich alle Zettel gestapelt und jetzt fein säuberlich vorne in meinen Terminkalender gelegt. So nerven sie mich nicht ständig beim Blick auf den Bildschirm. Das hilft. Jetzt muss ich nur hin und wieder den Terminkalender vorne aufschlagen, ein Zettelchen bearbeiten und gut is‘.
Die Arbeit ist damit nicht weniger geworden, aber psychisch macht das was.
Heute geht’s nach Bremen zur Vorbereitung des Kirchentags. Abend der Begegnung am Weserufer. Ich freu‘ mich drauf. Auf den Kirchentag.
26.Februar
Vorgestern war nett. Sehr nett. Denn Janneke hatte ihren 13.Geburtstag und ab dem Mittagessen war bei uns der Bär los. Vor dem Haus parkten etwa 15 Fahrräder und eine Truppe total netter und freundlicher Teenies bevölkerte unsere Wohnung und blieb bis abends um 7. Als wieder Ruhe war, war ich selbst richtig glücklich. Was hat meine Tochter tolle Freunde und Freundinnen. Das könnte auch anders sein. Ist es aber Gott sei Dank nicht. Den ganzen Nachmittag haben die Mädels und die 3 Jungs „gechillt“ (sagt man wohl), sich Leckereien zwischen die Zähne oder Zahnspangen geschoben, Streifzüge durch die Nachbarschaft gemacht oder total begeistert beim ungeschminkten oder geschminkten Portrait-Fot-Shooting mitgemacht. Als wir dann gegen Abend die Bilder von vor 2 Jahren angeschaut haben, gab es Lachsalven ohne Ende. Mal schaun, was in zwei Jahren sein wird, falls wir dann nochmal eine Fotosession machen. Vorgestern haben wir auf jeden Fall ganz ganz tolle Bilder gemacht und die Mädels waren glücklich. Janneke auch. Als sie dann spätabends in ihrem Bett lag und den Tag Revue passieren ließ.
Gestern Vormittag hatte ich mal wieder eine Aufräumattacke in meinem Büro. Dabei habe ich festgestellt, dass ich nur oberflächlich unordentlich bin. Nach 40 Minuten war alles wieder in Ordnung und selbst Papier- und Aktenberge waren abgeheftet.
Gestern Nachmittag ging’s dann ins Rheinland, wo ich mit einem AK einen Werkstatttag für den September vorbereitet habe. Ich hatte eine minutengenaue Tischvorlage vorbereitet. Ein bisschen hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ja der Eindruck entstehen kann, dass ich meine Ideen und Gedanken damit durchbringen will.
Ist vielleicht auch so, aber andererseits habe ich schon mehr als 1 x die Erfahrung gemacht, dass wenn man einfach so drauf los plant, dass man dann 1000 Dinge belabert, die unwesentlich sind und erst recht kein Konzept erarbeitet bekommt. Nun denn: Mein minutengenaues Konzept wurde nach 30 Minuten erst mal ausgehebelt. Ich hatte mich in der Zeitleiste vertan und eine Stunde zu viel eingeplant… . Peinlich.
Die Grundidee des Werkstatttages ist geblieben. Und wer überarbeitet jetzt den Entwurf nach 2 Stunden Anregungen, Umstellungen und Ergänzungen. Ja, genau. Der, der das teil sowieso auf dem Rechner hat. Mach ich aber auch gerne. Gleich heute.
Und noch manche andere inhaltliche Dinge. Das heftigste wird heute die TOP für unsere Steuergruppensitzung. Da treffen wir uns nächste Woche zum ersten Mal mit unserem neuen Chef. Und der Alte ist auch noch dabei. 5 Leute haben TOPs geschickt. Ich glaube, es sind so um die 50. Und das für ca. 6 Sitzungsstunden. Ich werde wohl so rangehen, dass ich versuche 40 TOPs nur anzusprechen und gleich zu verschieben J.
Und morgen Nachmittag mache ich dann endlich mal wieder ein paar Stunden frei. Mal sehen, ob es was wird. Mit dem Trockenanzug auf der Nordsee… .
23.Februar
Von gestern: Angenehm, sehr angenehm waren die Leute in Stadthagen. Wieder einmal eine Schulung zum Thema wie wir Christen denn auf ansprechende Art und Weise den Glauben weiter geben können. „Forum“ hatte die Gemeinde den Tag am Samstag genannt und im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich nicht noch mehr Diskussionen und Gespräche zugelassen habe.
Als ich es gemacht habe, haben sich die Leute echt klasse beteiligt. Und mehr und mehr habe ich den Eindruck, dass mein theologischer und auch
Am Samstagabend war ich dann wieder zuhause. Und habe mit den Mädels die Echo-Verleihung angeschaut. Wen die alles kennen und was die alles über die Promis wissen! Unglaublich. Von mir haben sie das nicht. Aber Udo Lindenberg kannten sie kaum. Als der seine Dankesrede hielt, hätte ich mich fast weggeschmissen vor Lachen, was die Mädels überhaupt nicht verstanden. Der typ hat ja echt was, was alle anderen Promis nicht haben. Herrlich ungehobelt. Gefällt mir.
Mich selbst musste ich am Sonntagmorgen dann wieder etwas bremsen, aber ich habe mal versucht, eine Predigt durch Gespräche zu unterbrechen. Die Knapp 100 Leute in Stadthagen haben sich während des Gottesdienstes unterhalten uns sogar – wenn auch nur durch „Aufzählung“ – an der Predigt beteiligt. Das Erleben des besonderen Gottesdienstes vor einer Woche an der Ostküste Englands hat mich wohl doch geprägt. Achtung, Gemeinden, in denen ich in den nächsten Wochen predigen werde: ihr könnt euch darauf einstellen, dass ich das Mitreden bzw. Mitpredigen ausbauen werde. Mal sehen, welche Formen ich dafür finde.
Als ich gestern dann mittags nach Hause kam, war ich ziemlich gar. Habe sogar nachmittags eim Stündchen geschlafen und auch den restliche Sonntag mehr oder weniger verdöst. Ich muss mal wieder abschalten, frei machen, an nichts Inhaltliches denken. Diese Woche geht das aber noch nicht so gut. Einiges muss ich noch vorbereiten und momentan sitze ich im Zug auf dem Weg nach Fulda. Da geht es auch inhaltlich zur Sache.
Mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass der Vorstand des EMW mich in die Projektgruppe von mission.de berufen hat. Die Imagekampagne finde ich echt klasse und jetzt geht es darum, wie es vernünftig weiter geht. Neue Materialien und Konzepte müssen auf den Tisch. Das Anliegen muss an die Basis. Zur Mitarbeit bei mission.de habe ich echt Lust. Mal schauen, ob ich auch weiterhin der Vertreter des BEFG sein werde. Mein dann ab März neuer Chef könnte das auch machen. Wir werden sehen. Jetzt fahre ich erst mal zur konstituierenden Sitzung der Projektgruppe.
Heute Abend dann noch ein paar Vorbereitungen für Jannekes Geburtstag. Meine Tochter wird 13! Und ich komme in die Senioren-Pubertät. Wir werden morgen die Geburtstagsidee ihres 11.Geburtstags aufleben lassen, aber ich tippe mal, dass das ganz anders aussehen wird: Foto-Shooting mit den Mädels. Und – es sind auch ein paar Jungs eingeladen. Ts, ts, ts. Was wollen die denn bei uns? Na ja, dann kann ich sie wenigstens für die Verbrecherdatei der Polizei ablichten…
20.Februar
Gestern Abend habe ich noch schnell Ennos Cowboy-Kostum repariert (ich muss mal wieder länger an die Nähmaschine, das macht einfach Spaß!) und dann bin ich auf dem Sofa eingesackt. Als Stine um 10 Uhr von einer Fortbildung nach Hause kam und mir irgendwas von Methoden und Lernarrangements erzählte, drehten sich die Bilder des Tages und der vergangenen Woche in meinem Kopf. Zum Bild des Tages gehörte gestern Enno: Er hatte sich für einen Kindergeburtstag als Mädchen verkleidet. Süüüüüüüß sah er aus. Und mutig fand ich das! Er hatte aber Lust dazu. Als ich ihm dann das in Herzchenpapier eingepackte Geschenk für den Jungen geben wollte, das war es ihm doch zu viel: “Wie sieht das denn aus? Ich bin doch nicht schwul! So gebe ich das nicht ab!“ Ich machte ihm deutlich – weil ich keine Lust auf Um-Einpacken hatte -, dass Schwulsein nicht als Schimpfwort benutz werden soll und dass er doch ein Mädchen ist. „Na dann, okay ….“
Heute Morgen bin ich etwas erholt. Ich habe ca. 10 Post-It-Zettel auf dem Schreibtisch. Mal sehen, wie viele ich heute Mittag zerreißen kann. Morgen geht’s dann nach Stadthagen ….
19. Februar
Vergeblich habe ich auf einen Anruf der „Street pastors“ gewartet. Das war dann aber auch okay, denn ich war komplett gar. Am Sonntagmorgen habe ich mich auf den Weg zu einer „ganz normalen Baptistengemeinde“ gemacht. Das Navi hat mich in die Hauptstraße von Loughton gebracht. Eine freundliche wirkende Kirche mit noch freundlicheren Leuten, die mich begrüßt haben, wartete auf mich. Toller erster Eindruck.
Kurze Frage, wo denn der Pastor sei. Ich sei ein Baptistenkollege aus Deutschland. „Oh, das ist die anglican church; die Baptisten sind 300 Meter weiter unten!“ Erster Gedanke: Warum arbeiten Gemeinden nicht einfach zusammen? Auch in einem Gebäude? Der zweite Gedanke wird mir von dem freundlichen Anglikaner abgenommen: Sie wollen doch sicher da hin, oder? Er zeigt mir freundlichst den Weg, grüßt noch x Mal und ist einfach nur nett. So muss Kirche sein, finde ich und laufe zur Baptistengemeinde.
Der erste Eindruck sagt alles. Das ganze Gegenteil. Ein heruntergekommenes Gebäude, Toiletten aus dem vorletzten Jahrhundert, niemand, der mich an der Tür begrüßt, ein paar wenige Leute, die keine Notiz von mir nehmen und in einer Ecke am Kaffee (oder was „der Engländer“ so Kaffee nennt) trinken. Der Gottesdienst fängt entgegen der Homepageinfo erst um 11 Uhr an. Man habe einen „traditional service“ um halb 10 und einen „contemporary service“ um 11. Was ich ab 11 Uhr – nach ein paar netten Gesprächen mit Rentnern – erlebe, ist alles andere als zeitgemäß. Musik vom Band, aneinandergestückelte Programminhalte, eine langweilige Predigt, Powerpointtechnik aus den 80igern und …. ich werde nicht begrüßt – obwohl da nur 15(!) Leute mit mir in den Reihen sitzen.
Wenn Baptisten jemals hochnäsig auf irgendwelche landeskirchlichen Gemeinden herabschauen, dann sollten sie mal nach Laughton gehen. Ich befürchte, dass es Laughtons auch in unserem Land gibt. Zum Abschluss noch ein Foto des Grundsteins, auf dem zu lesen ist, dass Christus das Fundament der Gemeinde ist.
Direkt neben dem Grundstein ein Lüftungsrohr für die Heizung. Geschmackvoll platziert, was mich zu dem Gedanken verleitet, dass manche Gemeinde wirklich Belüftung braucht.
Anderthalb Stunden Autofahrt zur Highbury Mission Society, wo ich einen Kollegen treffe, der mir etwas über Cafechurches erzählt. Seit einem halben Jahr koordiniert er Cafekirchen in ganz England. Mit „Costa-Kaffee“ einer englandweiten Cafehauskette hat er die Vereinbarung, dass gottesdienstähnliche Veranstaltungen in den Öffnungszeiten oder nach den offiziellen Öffnungszeiten in den Cafes stattfinden dürfen. Unglaublich! Es klappt.
Er selbst hat es vor drei Jahren angefangen und arbeitet nun seit einem halben Jahr für die Baptist Union of England. Cid Latty (der Name passt ja zu Cafe latte) ist ein inspirierendner Mensch mit jede Menge Ausstrahlung. Einfach klasse. Und er ist nicht abgehoben. Mit seinem Konzept ist er auf dem Boden geblieben. Oder wieder auf den Boden gekommen. Sämtliches kirchliche Gesäusele ist ihm fremd. Er redet ganz normal. Und auch das Projekt ist ganz normal. Demnächst werde ich ausführlicher davon berichten. Einen Artikel schreiben.
Dann gut anderthalb Stunden Autofahrt nach West Merea an der Ostküste. Ein kleiner ort mit einer kleinen Freikirche, die sich zur Baptist Union hält. Ein Pastor und ein „evangelist“. Jo.
Jo ist 26, hat sich vor 5 Jahren „bekehrt“, war vorher Austernfischer wie fast alle im Dorf und ist seit drei Jahren von der 80Mann und Frau-Gemeinde angestellt. Neben der „Hauptgemeinde“ gibt es eine Abendgemeinde von ca. 40 bis 50 Leuten. 3 x im Monat in der Kirche. 1 x im Monat in der Kneipe. Und die in englischen Kneipen üblichen „quizzes“ hat Jo in der Kneipe vor Ort übernommen. Was den Wirt freut:
Der Umsatz ist gestiegen weil sich die Christen so gut engagieren. Ich könnte seitenweise über die Begegnung mit Jo schreiben. Wir haben uns gegenseitig inhaltlich hochgepusht. „Ja, genau, die Anthroplologie. Da müssen wir ran!“ „Und ans Gemeindeverständnis.“ Dann abends ein meeting der „neuen“ Kirche. Unglaublich. Es geht. Nicht einer labert und weiß alles, sondern miteinander wird der Glaube entdeckt und zur Sprache gebracht. Inkl. sämtlicher Zweifel, Fragen und ungelösten Dinge.
Sehr sehr beeindruckt mache ich mich auf den Rückweg ins Hotel. Ich werde mehr über Jo schreiben. Wer eine Schublade für ihn braucht, der zieht die „emerging“-Schublade. Für Schubladen ist Jo aber viel zu schade. Das macht er weder mit anderen Leuten noch mit sich selbst.
Nur: Deutsche, die über „emerging“ reden und es vielleicht hipp sein möchten und Engländer, die nicht reden, sondern sind, das ist ein himmelweiter Unterscheid. Etwa so weit wie von Dover nach Calais.
Meine ganzen Eindrücke werde ich noch verarbeiten müssen. Manches auch verschriftlichen.
Einen Tag war ich zuhause und gestern ging es dann nach Hannover, Elmshorn und Hamburg. Drei Sitzungen an einem Tag. War etwas heftig. Aber tolle, effiziente Sitzungen. Das kann man nicht von allen sagen. Heute Schreibtisch, morgen Schreibtisch und am Wochenende unterwegs.
Nächste Woche 1 x Fulda und dann ….. nicht mehr unterwegs die Woche, obwohl ich in meinem Terminkalender stehen habe…., aber das ist eine andere Geschichte. Demnächst dann.
17.Februar
Am Freitag die Küche eingebaut. Mit Ray, dem nettesten aller Tischler. Das hat Spaß gemacht. Von Stunde zu Stunde zu sehen, wie etwas entsteht.
Jetzt sitze ich – nachdem ich mit Ray noch in zwei Pubs war- ziemlich kaputt in meinem Hotelzimmer. Leider hat das mit den Street Pastors nicht geklappt. Sonst wäre ich jetzt nochmal losgezogen. Aber Morgen habe ich drei Termine, auf die ich sehr gespannt bin. Es ist schon irre, was ich alles so erlebe. Und ich freue mich riesig darüber, dass mein Leben so vielfältig ist. Gott sei Dank dafür.
Ich könnte einen halben Roman schreiben, was ich heute so alles erlebt, gedacht und empfunden habe. England ist echt anders. Hier gibt es tausende von Falschfahrern und ich überlebe nur, weil ich bewusst auch zum Falschfahrer werde. Sonst würde es ständig krachen. Ray erzählt mir viel über Schotten und Engländer und wir haben uns viel zu erzählen. Und wir beide sind komplett begeistert von TTT (Tie(!)nes Tom Tom): Ich kann das Teil nur mit meinem eingebauten Navi vergleichen. Das ist dagegen aber Schrott. Unglaublich, durch welche kleinen Seitenstraßen uns das Teil sicher geführt hat. Das ist fast schon unheimlich. Echt klasse und die Riesenzeitersparnis. Und beim Einschalten erinnert es mich regelmäßig ans Linksfalschfahrerfahren.
So, jetzt ist erst mal Schluß. Gute Nacht. Von links. Von der anderen Seite des Kanals. Man sagt, ich lebe zur Zeit auf einer Insel. Ein wenig ist es für mich momentan die Insel der Seeligen. Es hat heute alles so wunderbar geklappt. Gott sei Dank!
13.Februar
Viel zu kurz geschlafen. Viereinhalb Stunden. Dumm gelaufen. Einschlafversuche schlugen fehl. Was ich wieder alles so gedacht habe. Vermutlich bin ich zu aufgeregt, ob das mit dem Kücheneinbau alles klappen wird.
Alte Küche rausreißen, streichen und neue Küche reinstellen hat geklappt. Geht aber echt auch die Knochen. Und morgen um diese Zeit bin ich vermutlich in Belgien oder sonstwo auf dem Weg nach GB. Hoffentlich geht das konditionsmäßig gut.
Irre, wie flott das Internet ist und wie Dinge auch wahrgenommen werden.
Kaum war der Link zu Kite-Blogger gesetzt, hat Oliver schon geantwortet. Toll informative Seite für Dracheninteressierte.
Das schnelle Reagieren hat mich angespornt, einen "oben drauf" zu setzen. Ich glaube, dass ewigkite.de das erste Online- Bild des Infintity vented veröffentlicht.
Grins. Ich freu' mich echt drauf, den Drachen demnächst mal zu fliegen. Ich habe (zu) lange keinen delta mehr in der Hand gehabt. Vermutlich ist er für mich aber eine Nummer zu gut, denn mit den Tricks habe ich es nicht so drauf ....
11.Februar
Seit einigen Tagen werde ich morgens um 5 wach. Ich kann mich dann nicht mehr umdrehen. Sofort geht die Gedankenmaschine los. Ich habe viele Post-It-Zettel auf meinem Schreibtisch. Inhaltliche Dinge, die vorbereitet werden müssen. Seminare oder Predigten. Und auch „Äußerliches“. Gestern habe ich endlich das Theaterstück, kabarettistisch sollte es sein, für das Forum Diakonie Ende März geschrieben. Den Leuten des Brilletheaters aus Witten habe ich es geschickt.
Mal schaun, was die draus machen. Letztes Jahr hat das zu einer anderen Gelegenheit echt klasse geklappt. Sie haben meine Vorlage genommen, ein wenig dran rumgeschrieben und dann habe ich mich natürlich gefreut, als es aufgeführt wurde und gut ankam. Hoffentlich wird das wieder so. Theater war mal meine Passion. Beinahe wäre ich nach dem Abi bei der Landesbühne Niedersachsen gelandet, aber das ist eine andere Geschichte.
In diesen Tagen fange ich auch an, an die Verabschiedung meines Chefs zu denken. WiBo wird 65. Mit Respekt denke ich an ihn. Ein toller Chef. In den vergangenen zwei Jahren hat er mich an manchen Stellen echt beeindruckt. Insbesondere sein weiter Horizont. Leute, die ihn aus früheren Zeiten kennen, sagen mir, dass er sich verändert hat in den vergangenen Jahren. Ich mag ihn wirklich sehr und habe ich den letzten Wochen des öfteren gedacht, dass es wohl auch daran liegt, dass er einer ist, der mich an meinen ersten „Chef“ erinnert. Das war kein Chef, sondern mein Seniorkollege in der Gemeinde HH-Altona. Herbert Meißner hieß der. Der war ganz ganz anders als WiBo, hatte aber eben auch einen weiten Horizont und als ich vor 18 Jahren mit dem Pastorendasein anfing, war er auch so um die 60. Die Arbeit im DB Mission war vor zwei Jahren auch ein Anfang – vielleicht ziehe ich deswegen auch Parallelen und respektiere WiBo so sehr. Nun denn, sein Abschied naht und sein Nachfolger ist 41. Jünger als ich. Ts, ts. Ts.
Ich gehöre definitiv zum Mittelalter und für manche sicher auch schon zu den Alten. Einen netten Beitrag zur Verabschiedung von WiBo will ich beisteuern. Wir sammeln gerade. Ich habe da eine Idee, für die ich auch ziemlich weit in meine Geschichte zurückgreifen und auch etwas mutig sein muss. Das mache ich aber gerne. Und ich bin gespannt, ob’s was wird. Da das www manchmal ein Dorf ist, schreibe ich hier lieber nicht, an was ich denke.
Heute morgen bin ich durch eine fast komplett ausgeräumte Küche gegangen. Gestern Abend habe ich von 6 bis 10 die alte Küche rausgerissen. Das ging flott. Jetzt ist die Küche so richtig „ordentlich“, wenn auch etwas sehr kahl. So wünschen ich mir manchmal auch mein ganz normales Leben: Einen Schlag ranhauen und alles Alte ist beseitigt. Ordnung. Und dann ganz neu anfangen. Das ist aber eine Illusion. Renovieren kann man nur schrittweise. Und die Zettel auf meinem Tisch werde ich nicht alle auf einmal abgearbeitet bekommen. Ich hatte gehofft, in dieser Woche mehr zu schaffen. Ich bin nicht zufrieden. Gestern war es besonders heftig:
Ich war nach dem Vormittag ganz glücklich, was die Menge der verledigten Mails anging und gegen 12 Uhr hatte ich dann für 45 Minuten ein Telefonat. Als ich danach wieder Outlook aufrief, waren 5 neue Mail da, von denen mindestens 3 neue Arbeit bedeuten. Fazit: Man kann Outlook nicht entleeren wir eine alte Küche.
Ach ja, heute eröffne ich - bevor ich am Wochenende in irgendwelchen englischen Betten pennen werde - meine "Bettengalerie" (ganz obe auf dieser Seite): Die Betten des CHokema. Mein Privatbett ist noch nicht dabei. da kommt im Laufe des Jahres irgendwann.
10.Februar
Es ist schon aufregend im Gegensatz zu meiner Reise Ende Januar nach Paris.
Die Vorbereitungen für London laufen. Täglich bekomme ich jetzt eine oder mehrere Mails von netten Kollegen aus England, die entweder schon einen Blick auf die Kirche geworfen haben oder die mich einladen, um an ihrem Gottesdienst oder an einem „Einsatz“ teilzunehmen.
Ich war seit knapp 30 Jahren (bin ich alt ….) nicht mehr in England und die Vorbereitungen von Fähre bis Fahrplan sind doch etwas anders, als mal eben nach Paris zu rutschen. Die fahren auf der falschen Straßenseite, die Engländer! Ich bin gespannt … .
Dank TTT (Tine’s Tom Tom) werde ich mich wohl auch zurecht finden. Das Teil ist gigantisch. Warum habe ich nur so ein beklopptes eingebautes Teil in meinem Wagen?
Heute und morgen will ich erst mal ein paar Sachen vom Schreibtisch wuppen, die ich seit längerer Zeit aufschiebe. Ich tippe mal, dass ich nicht der Einzige bin, der manches Mal Sachen aufschiebt und dann nach einer gewissen Zeit den Fön kriegt, weil er so viel aufgeschoben hat. Hin und wieder (vor Weihnachten, den Sommerferien oder ähnlichen Anlässen) bekomme ich dann den Aufräum- und Erledigungswahnsinn und nehme mir vor, mein E-Mailfach inhaltlich zu leeren.
Das klappt dann auch, hält aber nur für ein paar Tage oder Wochen an. Wenn ich jetzt bei Outlook reinschaue und mir parallel noch die bunten Post-It-Zettelchen (wieso arbeite ich momentan eigentlich nicht mit meiner To-do-Liste; wo ist die eigentlich?) anschaue, dann kriege ich wieder mal zu viel.
Also nehme ich mir wieder mal vor – wobei, es ist doch gar nicht Weihnachten oder so – diese und nächste Woche Ordnung in mein Schreibtischleben zu bekommen. Diese und nächste Woche bin ich nur 3 Tage unterwegs. Da bleibt so einige Zeit für den Schreibtisch. Ab Donnerstag Nachmittag will ich – bis Freitag Abend, bevor es Samstag ab 5 Uhr Richtung Insel losgeht – dann auch noch unsere neue Küche einbauen. Die steht schon seit etlichen Wochen in Jannekes Zimmer. Auf den Einbau und insbesondere auf die neue Küche mit den tollen Geräten und der top Qualität freue ich mich schon riesig. Und dann auf das erste Kochen nächste Woche. So, los geht’s.
Outlook, ich komme!
6.Februar
Lange habe ich keine Beerdigungen mehr gemacht. Ein Bekannter aus Stuttgart, dessen Schwester hier in Oldenburg gestorben ist, hat mich gebeten, die Beerdigung zu machen. Selbstverständlich mache ich das.
Es gab mal Zeiten, da war ich sicher der „Rekordbeerdiger“ in unserer kleinen Freikirche. 3 Jahre – irgendwann zwischen 1995 und 1999 – und gut 150 Beerdigungen. Meine Güte, was habe ich da alles miterlebt. Das war sehr prägend. Und es hat auch etwas mit meinem eigenen Leben gemacht. Ich bin verstärkt ins Nachdenken gekommen. Seit meiner Jugendpastorenzeit und auch jetzt im DB Mission beerdige ich sehr selten. Die letzte Beerdigung, die ich für Freunde gemacht habe, war vor drei Jahren. Ja, ich bin etwas angespannt und aufgeregt, wenn ich gleich zur Trauerhalle fahren werde.
„Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung!“ Auferstehung ist nicht irgendwas. Es ist eine Person. Alles, was ich als Christ über Leben und Tod, über Auferstehung und ewiges Leben denken will, das will ich mit der Person Jesu verbinden. Und der hat es mit dem Leben hier und jetzt ganz gewaltig zu tun. Und auch mit dem weiteren und ewigen Leben. Keine Frage. Der Vorwurf der Jenseitsvertröstung soll mich nicht treffen. Ich habe Trost fürs Hier und Jetzt. Und fürs Jenseits.
Ansonsten steht das Wochenende vor der Tür. Ich bin mal nicht unterwegs, was ich ziemlich klasse finde. Da aber die halbe Familie zu einer Chorwerkstatt weg sein wird, werde ich den morgigen Tag dazu nutzen, meine inhaltlichen Arbeiten am Schreibtisch wieder etwas abzubauen.
Auf Sonntag freue ich mich. Gottesdienst in Oldenburg und dann nachmittags Besuch von meiner ehemaligen Gemeindediakonin (die, mit der ich in besagter Gemeinde, s.o., eng zusammengearbeitet habe) mit ihrer Ehepartnerin. Das wird spannend. Wir haben uns 8 oder 9 Jahre nicht gesehen und es ist so einiges passiert.
4.Februar
Vier herrliche Tage liegen mit den vier liebsten Menschen liegen hinter mir. Die Kinder und die Frau Grundschullehrerin hatten Zeugnisferien und wir haben uns gemeinsam auf die Trauminsel für Mountainboarder und Buggyfahrer begeben: Römö.
Ein kuscheliges Ferienhäuschen („das Beste, das wir hier je hatten!“; was mich daran erinnert, dass wir seit etwa 20 Jahren immer wieder mal nach Römö fahren), meine Liebsten und auch ein paar Kites und zwei Mountainboards im Gepäck. Langes Schlafen, spielen, klönen, gutes Essen, irgendwann dann auch nach Skaerbaek ins Schwimmbad und zwischendrin immer wieder mal auf’s Board. Die vier Tage kamen uns vor wie zwei Wochen oder so.
Wenn nichts los ist, dann entschleunigt
Ach, eigentlich ist es doch gar nicht so schlimm. Bisher ging es immer wieder gut weiter. Das wird wohl auch diesmal so sein. Ich habe mich entschlossen, eine Kurzreise nach England noch in den Februar reinzuquetschen. Die Aufblasbare Kirche für die Engländer ist fertig. Die muss abgegeben werden. Das werde ich gleich mit einem Besuch von innovativen Gemeindemodellen in und um London verbinden.
Denn das habe ich – nach dem Treffen in Paris, bei dem ich mit dem „american way“ konfrontiert wurde – dringend nötig : Die Begegnung mit Modellen, die für Europa was bringen. Ich habe mich seit einem Jahr ein wenig in die englische Szene eingelesen und bin ganz angetan, wie realistisch und „fromm“ zugleich die Engländer kirchentechnisch neue Wege gehen.
Ich bin gespannt. Zunächst einmal heißt es aber: Schreibtisch. Hin und wieder werden meine Gedanken sicher abschweifen. Zurück nach Römö. U.a. auch an die kilometreweiten Fahrten auf dem Mountainboard. Unglaublich! Kein Mensch am Strand. Nur Weite. Nur Rollen, Slalom fahren und den Wind genießen. Man muss mal auf Römö Mountainboard gefahren sein, um das nachempfinden zu können. In Havneby und auch in Lakolk sind meine Reifenspuren sicher schon wieder verschwunden. Die unglaubliche Erholung und Entspannung, die das Erleben mit sich gebracht hat, wird aber noch anhalten.

