ewigKITE
ewigKITE
26.Februar

Die Sehnsucht nach Wind, Weite und Kiten hat mich gepackt. Nachdem ich nun knapp 14 Tage wegen Krankheit die Wohnung gehütet habe – und dabei auch fast immer zwei Drittel unserer Kinder gleich mit gehütet habe, da diese aus lauter Solidarität zu ihrem Vater auch gleich krank geworden sind – lechze ich so richtig nach der norddeutschen Tiefebene inkl. einiger bft. Wind. Gleichzeitig merke ich jedoch, dass ich vorsichtig sein muss und mich nicht übernehmen darf, denn eine Grippe geht ganz schön ans Eingemachte. Ganz gegen meine eigentliche Natur mache ich jetzt also langsam und bedächtig. Seit gestern bin ich wieder stundenweise am Schreibtisch zu finden. Aber auch das strengt an. Auch da muss ich vorsichtig sein. Am Freitag steht nun das erste Mitarbeiterwochenendeder ewigkiter.de an. Ich bin gespannt. Die meisten der Leute kenne ich wenigstens ein klein wenig. Und zwei der besten Weggefährten sind auch dabei. Und immer wieder mailen Leute und sagen: „Ich helfe auch mit, wenn es was zu helfen gibt.“

Neben dem Kennenlernen wird am Wochenende die Terminabsprache auf dem Zettel stehen. Wo ist wann welches Drachenfestival und wer wird dort der ewigkiter sein? Viel Organisatorisches ist auch noch zu klären. Seit zwei Tagen bin ich hinter der aufblasbaren Kirche her. Es gestaltet sich leider etwas komplizierter als gedacht. Na ja, nicht die Hoffnung aufgeben… .

Ach ja, für alle, die an familientechnischen News von mir interessiert sind: Mit ziemlich viel Stolz – das gebe ich unumwunden zu – freue ich mich seit heute, der Vater der Vorlesesiegerin aller Oldenburger Schulen zu sein. Meine gerade 12 gewordene Tochter hat sich heute trotz Restfieber und Husten der Konkurrenz aus 13 anderen Schulen gestellt und …. Hat gewonnen. Unglaublich. Das muss sie alles von der Mutter haben. So, genug Vaterstolz… .


24.Februar

 Unglaublich, wie einen ein Virus platt hauen 
 kann. Seit über einer Woche habe ich Fieber.
 Mal 38, mal 40, mal wieder nur 37,5.
 Mittlerweile
 habe ich überhaupt keinen Bock mehr auf
 Ausruhen, Bett und Tee. Wenn ich aber
 versuche, meinen heißgeliebten Kaffee zu trinken, dann habe ich den Eindruck, dass ich dieses Getränk überhaupt nicht kenne - es schmeckt einfach nur scheußlich. Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder fit werde .....

13.Februar
Mein Schädel dröhnt etwas. Ich fühle mich, als ob ich ein Brett vor dem Kopf hätte. Nichts würde ich jetzt lieber tun, als mir den frischen Wind ins Gesicht pusten zu lassen. Aber die Arbeit am Computer ruft schon wieder. Nicht etwa, dass ich gestern zu viel getrunken hätte (wobei das auch ganz schön gewesen wäre). Ich war zwei Tage unterwegs, habe mich mit meinen Kollegen und mit meinem Chef in kassel getroffen (und dabei eine nicht ganz unwesentliche Tagesordnung abgearbeitet) und hatte dann am Folgetag noch eine Sitzung mit den Redaktionsmenschen der christlichen Zeitschrift "Die Gemeinde", ein Treffen mit ca. 20 Leuten aus ganz Deutschland und dann nochmal eine Stunde mit den Kollegen. Dann gings nach Hause. Um 21 Uhr war ich hier und heute gings ab 8 Uhr weiter. Ich muss dringend noch eine Sache für heute Abend vorbereiten. Dann werde ich in bad Schwartau sein. Morgenn dann im Rheinland und dann ist auch - abgesehen vom Gottesdienst am Sonntag in Bremen - Schluß mit Kilometerschrubberei in dieser Woche. Im Moment bin ich etwas k.o.. Ich hoffe, dass sich das legen wird - wenn ich gleich meine Putzaktion in unserer nicht gerade kleinen Wohnung mache. danach bin ich immer "frisch im Kopf". Mal schauen, ob es auch heute klappt. Ich werde Bob Dylan oder Santana in den CD-Player legen .....

 

9.Februar

  Gestern Nachmittag und Abend war ich in 
  Bremen. Es ist wohl eher Zufall, dass die Stadt,
  die mich wegen des Kirchentages 2009 schon
  seit einigen Wochen beschäftigt, jetzt schon
  wieder auf meinem Terminkalender  stand. Von
  der Gemeinde Zietenstr., die im Stadtteil Walle
liegt, war ich zu einem Seminar eingeladen worden, um mit der Gemeinde gemeinsam darüber nachzudenken, wie der Glaube gelebt und gesagt werden kann. Das kommt für einzelne Gemeinden ja immer auf ihr Umfeld an. Also habe ich mich erst einmal im Stadtteil umgeschaut. Kamera und Blitzeinlage eingepackt und los ging's. Zwei Stunden war ich im Walle-Center (spontan beim Managment nachgefragt und freundlich nachgefragt - und noch freundlicher bewilligt -, ob ich das denn darf). Es waren zwei herrliche Stunden voller lustiger, nachdenklicher und an manchen Stellen auch bewegender Momente. Besonders gefreut hat es mich, dass manche Passanten die "HoKi" (Hoffnungskirche) kannte und sehr wohlwollend über einige Leute der Gemeinde, die im Stadtteil bekannt sind, gesprochen haben. Ja, so sollte Gemeinde/ Kirche sein.
Wieder einmal habe ich die Einzigartigkeit von Menschen entdeckt. Jeder ist auf seine Weise schön, besonders und ansprechend. Ich glaube an den Schöpfer, der jeden Menschen will. An den, der das Leben will, der es erhalten und fördern will. Die Vielfalt der Menschen, die mir begegnet sind lässt mich vorsichtige Rückschlüsse auf das Potential und die Kreativität Gottes ziehen.
Morgen werde ich in Bremen predigen. Und u.a. die "Bremer Gesichter" im Gottesdienst zeigen. Gemeinde und Stadt-Gesichter gehören zusammen. Sie leben alle unter dem einen Himmel Gottes.

6.Februar
Es macht schon Spaß zu merken, dass ewigkite.de langsam losgeht. Fast täglich erreicht mich ein Gruß, nette Worte oder aber auch schon die ersten kritischen Anmerkungen zu ewigkite.de über das Kontaktformular. Seit "Andere Zeiten" die Pressemitteilung rausgegeben hat tut sich was. Und natürlich war es auch nett zu entdecken, dass selbst englischsprachige Redaktionen den Artikel von K.R. aus K. aufnehmen. Es ist viel in Bewegung. Es gibt viel zu organiseren, zu planen, zu recherchieren etc. pp.. Ich freue mich jetzt schon auf das erste Drachenfestival, bei dem die ewigkiter hilfreich dabei sein werden. und "einfach da sein!" werden. Demnächst  will ich auch mal was zum Motto schreiben. "Einfach da sein!" macht Sinn.
Das Projekt ist allerdings nur ein recht kleiner Teil meiner Arbeit. Heute war ich z.B. in Bremen, um mit einem netten Kollegen der Bremischen Landeskirche und ebenso netten Kollginnen aus Baptistenkreisen über den Kirchentag zu sprechen, der 2009 in Bremen stattfinden wird. Da arbeite ich gerne mit, da ich selbst als Jugendlicher und Junger Erwachsener viele wertvolle Impulse für mein Leben  auf Kirchentagen bekommen habe. Ach ja, zum Motto des Kirchentages "Mensch, wo bist du?" will ich demnächst auch mal ein paar Gedanken schreiben. Morgen fahre ich erstmal für eine Sitzung nach Berlin, bzw. Elstal bei Berlin.  da ist das "Headquarter" der Baptisten. Eine wichtige Sitzung. Morgens um 4.30 aufstehen, ab 5.30 in der bahn und um 16.25 Uhr wieder am bahnhof Oldenburg. Nun denn - es gibt ja Bücher und einen Laptop. Per auto wollte ich mir die 900 Kilometer an einem Tag nicht antun.
So, gute Nacht erstmal ... .

4.Februar

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Drei wundervolle Tage liegen hinter mir und meiner Familie. Die niedersächsichen Zeugnisferien haben es möglich gemacht. Wir waren in Norddeich und haben es uns sehr gut gehen lassen: Sauna, Tobeland für Kinder, Strandspaziergänge bei orkanartigen Winden, gemeinsames Spielen, Lachen , Bummeln und vier Stunden Erlebnisbad mit Pommes und Eis. Was will man mehr? Ja, genau! Fünf Stunden Mountainboarden bei bestem Wind am Deich von Norddeich. Am Sonntagmorgen habe ich dann die Familie allein gelassen, um in Moorhusen zu predigen. Eine kleine ostfriesische Baptistengemeinde, die sich auf den Weg zu neuen Ufern macht. Ich habe dort offiziell einen Jungen Erwachsenen aus einer Nachbargemeinde vorgestellt, der sich in den nächsten Monaten mit um die Gemeinde kümmern wird, damit diese sich öffnet für die Anliegen des Dorfes. Ich bin gespannt, was werden wird. Nach zwei freien Tagen komme ich mir total erholt vor. Natürlich hat das Mountainboarden nicht gerade wenig dazu beigetragen. Wenn ich einen Kite in der Hand habe, kann ich tatsächlich alles um mich herum vergessen. Selbst das Wetter habe ich nicht bemerkt, so dass ich dann nach gut vier Stunden plötzlich im Hagelsturm unterwegs war. Zum ersten Mal habe ich beim Kiten die statische Ladung der Wolken gespürt. Es war zu einem Zeitpunkt wohl ganz leicht gewittrig, was ich nicht gemerkt habe. Als aber die Controllbar anfing, mir leichte elektrische Schläge zu verpassen, dachte ich, dass es wohl ratsam wäre, den Drachen vom Himmel zu holen.
Jetzt fängt die neue Woche an. Der ganz normale Alltag wartet auf mich. Ich werde jede Menge Dateien bearbeiten müssen, Dinge nacharbeiten und vorbereiten. Ach ja, und mit ewigkite.de geht es munter weiter. Sponsorenkontakte und erste Gedanken zur aufblasbaren Kirche stehen auf dem Plan. Von Montag bis Mittwoch werde ich in Oldenburg sein. Danach geht es wieder auf die Piste. Mal sehen, wie diese Woche so wird. Gut gelaunt starte ich in die Woche. Mal sehen, ob die Laune so bleibt